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Historie

Seit 1866, also seit nunmehr 145 Jahren befindet sich die Malzfabrik Johann Zeitler in der Hofer Str. 25. Das Bürogebäude Blaich 6 wurde 1976 von der Fleisch- und Wurstfabrik Sauermann erworben und 1977 umgebaut. Man kann sich daher weidlich darüber auslassen, ob die Malzfabrik Zeitler noch zum Stadtteil "Blaich" gehört oder schon zu Kauernburg.

1865 endet der Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Südstaaten in Amerika und damit die Sklaverei. In Ludwigshafen wird die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) gegründet und das Matterhorn erstmals bestiegen. In Bayreuth schreibt und komponiert Richard Wagner das Musikdrama Tristan und Isolde. In Kulmbach wird die Volksbank gegründet und die Baumwollspinnerei (nach diversen Wirren ab 1870 AG, ab 1899 im Besitz der Fam. Hornschuch) nimmt ihre Arbeit auf.

in: Bote vom Obermain

Bekanntmachung der Geschäftseröffnung im Boten vom Obermain am 22.10.1867

1866 wird das Atlantikkabel in Betrieb genommen. V. Bismarck veranlaßt den erfolgreichen Krieg Preußens (verbunden mit Italien) gegen Österreich. In Kulmbach wird die Malzfabrik Johann Zeitler gegründet.

 

Aus der Kenntnis der stetig steigenden Bierausfuhr der Kulmbacher Brauereien nach außerhalb Bayerns, die sich von 166 hl im Jahre 1831 auf 16726 hl im Jahre 1851 gesteigert hatte und in den folgenden Jahren unaufhörlich zunahm, vom Durst der Kulmbacher ganz zu schweigen, entschlossen sich 1866 der Besitzer der gleichnamigen und am gleichen Ort produzierenden Ziegelei, Johann Christian Eberhard Zeitler ( 1805 – 1878 ) im 61. Lebensjahr zusammen mit seinem Sohn Johann Reinhold Wolfgang ( 1840 – 1909 ) im 26. Lebensjahr die Ziegelei in eine Malzfabrik umzubauen. Sie gründeten die Malzfabrik Johann Zeitler. 

Firmenwagen

Das Eingangsportal und der Firmenwagen der Malzfabrik Zeitler

Es entstand ein "Mulzhaus mit Pumpenhaus". Einen Wasseranschluss an die Stadt gab es noch nicht. Erst 1869 wurde auf Anregung von Bürgermeister Rosenkrantz eine Wasserleitung in Kulmbach gebaut. Das Geld hierfür wurde von Gewerbetreibenden ( heute sagt man wohl Sponsoren ) aufgebracht. Das Getreide wurde von den umliegenden Landwirten bezogen, die die Gerste mit Pferdefuhrwerken, Ochsenkarren, oder im Winter, mit dem Pferdeschlitten herbei schafften. Es entstand eine moderne, mittelständische Mälzerei mit Bodenlagerung, Vertikalweichstöcken (um das natürliche Gefälle zu nutzen), Malztonnen und einer 3-Hordendarre der Firma Topf aus Erfurt.

 

Das erste Gründungsfest musste dann allerdings verschoben werden. Die vom Ziegeleibesitzer selbst erstellte Statik war wohl fehlerhaft – oder seine eigenen Steine zu teuer. Jedenfalls stürzte die erste Malzfabrik in sich zusammen und musste noch einmal aufgebaut werden. Dies geschah dann allerdings so gründlich, dass sich noch heute der ursprüngliche Bau innerhalb der heutigen Aussenmauern der Malzfabrik Johann Zeitler befindet.

1887 war die Malzfabrik Johann Zeitler Gründungsmitglied der Landesgewerbeanstalt LGA in Nürnberg und wurde 1987 für die 100-jährige Mitgliedschaft geehrt. Kurze Zeit später wurde die Brautechnische Abteilung der LGA geschlossen.

 

Von den 8 Söhnen des Johann Reinhold Wolfgang Zeitler übernahmen Otto Gustav Albert Zeitler und Albert Friedrich Heinrich Zeitler in der 2. Generation die Firma. Während Otto nach seiner schulischen Ausbildung gleich zur Seite stand, trat sein Bruder Albert erst nach einer Banklehre und einem Studium in Weihenstephan später in die Firma ein. Otto Zeitler betreute die Kunden in Bayern, Sachsen und Thüringen. Albert Zeitler war verantwortlich für Einkauf und Produktion.

 

Die Teilung Deutschlands nach dem verlorenen 2. Weltkrieg erforderte betriebliches Umdenken. Der herbe Verlust wichtiger Kunden mußte durch außergewöhnliches Werben um neue Abnehmer im Westen ausgeglichen werden.

Gebäude

Das Gebäude der Malzfabrik im Jahr XXXX

LKW Absturz

...kein Weg war uns zu schwer bisher...

 

In 4. Generation wird der Familienbetrieb nunmehr seit 1980 von dessen Sohn, Dipl. Wirtschaftsingenieur Horst Beyer (jun.), als Inhaber geführt. Mit Antonia Beyer (Master of Science = BWL) als Assistentin der Geschäftsführung ist die Nachfolge seit Mitte 2013 in der 5. Generation gesichert.

Die heutige Produktion wird in allen wichtigen Bereichen über SPS gesteuert und die großen Verbraucher sind über ein Bussystem an ein Energiemanagement angeschlossen. Effektive Wärmerückgewinnung und ein großes regeneratives Blockheizkraftwerk sparen Energie und schonen sowohl Ressourcen, als auch Umwelt. Die Erzeugung von höchster Qualität ist das Leitmotiv, an dem alle Beschäftigten mitwirken.

In 3. Generation übernahm der mit Lore Zeitler verheiratete Horst Beyer sen. ab 1949 die Mitverantwortung in der Personengesellschaft. In den folgenden Jahren wurden enorme Investitionen und Umbauten vorgenommen. Es entstand eine für die damalige Zeit hoch-moderne pneumatische Mälzerei. 1970 wurde Horst Beyer sen. für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in vielen Gremien (über 18 Jahre Präsident des Bayerischen Mälzerbundes) und seinen unermüdlichen Einsatz für die Interessen der Malzindustrie die Bayerische Staatsmedaille vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten verliehen.

 

Historisches Fuhrwerk

Historisches Fuhrwerk bei einem Festumzug in Kulmbach

Modernste Technik und die Erfordernisse des Marktes haben es mit sich gebracht, dass heute viermal soviel mit einem Viertel der Beschäftigten wie noch in den 50-er Jahren produziert wird. Drei Lastwagenfahrer, ein Betriebsschlosser, eine Reinigungskraft für den Betrieb und eine Laborantin eingeschlossen.

 

Von Nord- bis Süddeutschland bedient die Malzfabrik Johann Zeitler aktuell etwa 50 Brauereien aller Größenordnungen. Von der Museumsbrauerei in der Mönchshof (Reminiszenz an alte nachbarschaftliche Zeiten ...), die Kommunbräu, über die Kulmbacher Brauerei beliefern wir heute nahezu "flächendeckend" in Oberfranken und Nordbayern alle namhaften Brauereien. Große Kunden in München (beispielsweise seit über 40 Jahren die Augustiner Brauerei ) und im süddeutschen Raum werden wöchentlich beliefert. Durch die Grenzöffnung sind zahlreiche neue Brauereien in Thüringen und Sachsen hinzugekommen. Export findet aktuell in die Schweiz, Portugal und die Türkei statt.

 

Unseren guten Ruf und unseren Erfolg verdanken wir der ausgezeichneten Qualität und dem hervorragenden Service - immer gemäß unserem Slogan:                                                    

ZeitlerMalz:  Verwöhnte Körner für Kenner !

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